Website erstellen lassen: Der komplette Leitfaden für Unternehmer

Diese Frage stellen sich Unternehmer täglich: Wie geht man das an? Was kostet es? Wer macht es? Wie lange dauert es? Und wie stellt man sicher, dass am Ende etwas Vernünftiges herauskommt?

Dieser Leitfaden beantwortet all das. Er richtet sich an Unternehmer, die keine Programmierkenntnisse haben und trotzdem verstehen wollen, was bei einem professionellen Website-Projekt passiert, was sie selbst entscheiden müssen und worauf sie bei der Auswahl einer Agentur achten sollten.

Warum eine professionelle Website für Unternehmen unverzichtbar ist

Es gibt noch immer Betriebe, die der Meinung sind, eine Website sei optional. Das stimmt für einen kleinen Teil der Branchen, in denen Empfehlungsmarketing alles übernimmt. Für die meisten anderen Unternehmen gilt das schon seit Jahren nicht mehr.

Wer heute ein Produkt kaufen, einen Handwerker beauftragen oder eine Arztpraxis suchen möchte, fängt mit einer Google-Suche an. Was er dort nicht findet, existiert für ihn nicht. Eine Website ist damit längst keine Imagefrage mehr, sondern eine Frage der Erreichbarkeit.

Dazu kommt: Interessenten bewerten ein Unternehmen online, bevor sie den ersten Kontakt aufnehmen. Eine veraltete, langsame oder unübersichtliche Website sendet das Signal, dass auch das Unternehmen dahinter nicht auf dem neuesten Stand ist. Das mag unfair sein, ist aber die Realität.

Selbst bauen oder bauen lassen?

Die Frage kommt zuverlässig in jedem Gespräch. Die ehrliche Antwort: Selbst bauen ist möglich, spart kurzfristig Geld und kostet langfristig oft mehr.

Baukastensysteme wie Wix, Squarespace oder Jimdo sind für Einsteiger zugänglich. Man kann damit in einem Wochenende etwas Vorzeigbares erstellen. Das Problem entsteht, wenn die Website mehr leisten soll: gefunden werden bei Google, schnell laden, Vertrauen aufbauen, skalieren. Genau da kommen Baukastensysteme an ihre Grenzen.

WordPress, das weltweit meistgenutzte CMS, gibt mehr Kontrolle, ist aber auch aufwändiger in der Einrichtung. Wer kein technisches Vorwissen hat, investiert viel Zeit in Lernkurven, bevor ein brauchbares Ergebnis entsteht.

Der Vergleich nach Stunden: Ein erfahrener Entwickler braucht für eine saubere WordPress-Seite 40 bis 100 Stunden. Jemand ohne Erfahrung braucht häufig 3 bis 5 Mal länger für ein schlechteres Ergebnis. Wenn die eigene Stunde irgendwelchen Wert hat, rechnet sich die Agentur schnell.

Wie man die richtige Agentur findet

Es gibt Zehntausende Web-Agenturen in Deutschland. Die Qualitätsunterschiede sind enorm. Woran erkennt man eine gute Agentur?

Portfolio ansehen

Jede seriöse Agentur zeigt Referenzen. Besuchen Sie diese Seiten auf dem Smartphone, prüfen Sie die Ladezeit (Google PageSpeed Insights gibt kostenlos einen Score) und schauen Sie, ob die Seiten tatsächlich für lokale Begriffe bei Google auftauchen. Wer das nicht nachweisen kann, verspricht SEO-Wirkung, die er nicht liefert.

Transparenz bei Preisen

Agenturen, die keine Preise nennen wollen, bevor man ein Briefing gegeben hat, verteidigen oft Spielraum für überhöhte Angebote. Seriöse Anbieter nennen Festpreise oder realistische Preisspannen für Standardprojekte.

Kommunikation

Wie schnell antwortet die Agentur auf eine erste Anfrage? Stellt sie die richtigen Fragen, bevor sie ein Angebot macht? Kann sie erklären, was sie tut, ohne in Fachjargon zu verfallen? Das sind zuverlässige Indikatoren für die spätere Zusammenarbeit.

Eigenverantwortung nach dem Launch

Was passiert nach dem Launch? Können Sie Inhalte selbst bearbeiten? Wer ist zuständig, wenn etwas nicht funktioniert? Wie wird das Hosting gehandhabt? Agenturen, die Kunden dauerhaft abhängig halten, um monatliche Pflegegebühren zu kassieren, ohne echten Mehrwert zu liefern, sind keine guten Partner.

Was ein Website-Projekt kostet

Das ist die Frage, die am häufigsten gestellt wird und am schwersten pauschal zu beantworten ist. Trotzdem hier eine Orientierung:

Sehr einfache Präsenzseite (3 bis 5 Seiten, Standard-Template): 500 bis 1.500 Euro. Keine individuelle Entwicklung, kein SEO-Setup, kaum Spielraum für Anpassungen.

Professionelle Business-Website (6 bis 15 Seiten, individuelles Design, SEO-Grundausstattung): 2.000 bis 5.000 Euro. Hier liegt der realistische Bereich für die meisten kleinen und mittelständischen Betriebe.

Komplexe Unternehmenswebsite mit Sonderfunktionen (Online-Shop, Buchungssystem, Mitgliederbereich, mehrsprachig): Ab 5.000 Euro aufwärts, ohne Obergrenze.

Hinzu kommen laufende Kosten: Hosting (ab etwa 15 Euro pro Monat für solides Managed WordPress Hosting), Domain (10 bis 20 Euro pro Jahr), ggf. Pflegevertrag oder SEO-Begleitung.

Was Sie vor dem Start festlegen müssen

Bevor eine Agentur anfangen kann zu arbeiten, müssen einige Grundfragen geklärt sein. Wer das nicht vorbereitet, verlängert das Projekt und erhöht die Kosten.

Ziel der Website

Soll die Website Anfragen generieren? Produkte verkaufen? Das Team vorstellen? Als Portfolio dienen? Mehrere Ziele sind möglich, aber es sollte eine klare Priorität geben.

Zielgruppe

Wer soll die Website finden? Privatkunden oder Geschäftskunden? Regional oder überregional? Welche Altersgruppe? Diese Fragen bestimmen Sprache, Design und Struktur der Seite.

Inhalte

Welche Leistungen sollen dargestellt werden? Gibt es Referenzprojekte oder Fotos? Werden Texte von der Agentur geschrieben oder liefert das Unternehmen sie selbst? Was ist die Botschaft, die die Seite transportieren soll?

Die häufigste Ursache für Projektverzögerungen ist nicht die Agentur, sondern fehlende Inhalte auf Kundenseite. Bilder und Texte, die erst 6 Wochen nach Projektstart geliefert werden, verzögern den Launch genauso.

Budget und Zeitrahmen

Seien Sie transparent über das Budget. Eine gute Agentur kann damit arbeiten und zeigt Ihnen, was in Ihrem Rahmen realistisch möglich ist. Ein realistischer Zeitrahmen für ein professionelles Webdesign-Projekt liegt bei 4 bis 8 Wochen.

Der typische Ablauf eines Webdesign-Projekts

Phase 1: Briefing und Konzept (Woche 1 bis 2)

Das Erstgespräch dient dazu, Ziele, Zielgruppe, Inhalt und Budget zu klären. Daraus entstehen Seitenstruktur (Sitemap) und Konzept. Dieser Schritt wird häufig unterschätzt, ist aber der wichtigste: Fehler in der Konzeptphase sind später teuer zu korrigieren.

Phase 2: Design (Woche 2 bis 4)

Die Agentur erstellt Designentwürfe, meist erst für die Startseite als Referenz für den Gesamtstil. Nach Feedback-Runden wird das Design finalisiert. Je schneller und klarer das Feedback kommt, desto schneller geht es weiter.

Phase 3: Entwicklung und Inhalte (Woche 3 bis 6)

Das Design wird technisch umgesetzt, alle Seiten werden gebaut, Inhalte eingepflegt, Kontaktformular, Datenschutz und Impressum eingerichtet, SEO-Grundstruktur konfiguriert.

Phase 4: Test und Launch (Woche 6 bis 8)

Vor dem Live-Gang wird die Seite auf verschiedenen Geräten und Browsern getestet, die Ladezeit optimiert, alle Links geprüft und Schreibfehler korrigiert. Danach kommt der Launch und eine kurze Monitoring-Phase.

Was nach dem Launch nicht vergessen werden darf

Eine Website ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufendes Instrument. Was nach dem Launch wichtig ist:

  • Google Search Console einrichten: Dieser kostenlose Google-Dienst zeigt, welche Seiten indexiert sind, welche Keywords Besucher bringen und ob es technische Probleme gibt.
  • Google Business Profil pflegen: Öffnungszeiten aktuell halten, Fotos ergänzen, auf Bewertungen antworten.
  • Inhalte aktualisieren: Neue Leistungen ergänzen, Blogartikel veröffentlichen, Referenzen aktuell halten.
  • Sicherheitsupdates: WordPress und Plugins müssen regelmäßig aktualisiert werden, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • SEO beobachten: Wie entwickeln sich die Rankings? Welche Seiten bringen Besucher? Was könnte verbessert werden?

Häufige Fehler beim Website-Erstellen lassen

Zu sehr auf Design fokussiert, zu wenig auf Funktion

Eine schöne Website, die bei Google nicht gefunden wird und keine Besucher zu Kontaktanfragen konvertiert, ist ein teures Kunstprojekt. Design und Funktion müssen zusammenspielen.

Kein Inhalt geliefert

Viele Projekte verzögern sich, weil Kunden keine Texte oder Bilder liefern. Wer selbst keine Zeit hat, sollte diesen Teil von der Agentur übernehmen lassen. Das kostet mehr, ist aber besser als ein halbfertiger Launch.

Billigste Angebot genommen ohne Vergleich

Das günstigste Angebot ist selten das beste. Was bei 300 Euro herauskommt, ist in der Regel ein Template mit minimalen Anpassungen, das kaum Mehrwert bringt.

Keine klare Übergabe nach dem Launch

Nach dem Launch sollte man Zugangsdaten zu Hosting, WordPress-Backend, FTP und Google-Diensten besitzen und wissen, wie man einfache Änderungen selbst vornimmt. Wer das nicht hat, ist vollständig von der Agentur abhängig.

Wie wir arbeiten

Wir von der Webagentur Friedrich bauen Websites auf WordPress-Basis, individuell entwickelt ohne Page Builder. Jedes Projekt bekommt ein individuelles Konzept, transparente Festpreise und eine kurze Einweisung nach dem Launch.

Unsere Websites sind technisch sauber, schnell und von Anfang an auf lokales SEO ausgerichtet. Wir betreuen Kunden in der Region Hessen, hauptsächlich im Raum Gießen, Lahn-Dill und Wetteraukreis, arbeiten aber auch für Kunden in Frankfurt, Wiesbaden und bundesweit.

Mehr zu unseren Festpreis-Paketen, zu unseren Leistungen im Webdesign oder direkt zum Portfolio mit echten Referenzprojekten.

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