Ein Google Business Profile einrichten ist in einer Stunde erledigt. Ein Google Business Profile wirklich optimieren, so dass es regelmäßig Anfragen bringt, ist eine andere Aufgabe. Viele Unternehmen haben ein Profil, vernachlässigen es aber danach. Das Ergebnis: Konkurrenten mit besser gepflegten Profilen gewinnen die lokalen Suchanfragen.
Diese sieben Schritte helfen Ihnen, mehr aus Ihrem bestehenden Profil herauszuholen, ohne viel Zeit zu investieren.
Sie haben Ihr Profil noch nicht eingerichtet? Hier beginnen Sie: Google My Business einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Kategorie und Unterkategorien präzisieren
Die Hauptkategorie Ihres Profils ist das wichtigste Rankingsignal im Google Map-Pack. Viele Unternehmen haben eine zu allgemeine Kategorie gewählt. Ein Webdesigner sollte nicht nur „Internetdienstleister“ sein, sondern primär „Webdesign-Unternehmen“ oder „Internetagentur“.
Google erlaubt bis zu zehn Kategorien. Nutzen Sie davon fünf bis acht, die wirklich zu Ihrem Angebot passen. Falsche Kategorien schaden mehr als sie helfen, weil Google das Profil dann für Suchanfragen ausspielt, die nicht konvertieren.
Schritt 2: Beschreibung mit lokalen Keywords schreiben
Die Unternehmensbeschreibung (bis 750 Zeichen sichtbar, insgesamt bis 750 Zeichen) wird von Google ausgewertet. Schreiben Sie sie nicht als Werbecopy, sondern als klare, informative Beschreibung Ihres Angebots mit lokalem Bezug.
Beispiel: Statt „Wir sind eine erfahrene Webagentur mit Leidenschaft für Design“ besser: „Webdesign-Agentur aus Gießen für kleine und mittlere Unternehmen in der Region Lahn-Dill und Wetterau. Festpreise für Websites, SEO und Logo-Design.“
Schritt 3: Dienstleistungen vollständig eintragen
Im Bereich „Dienstleistungen“ können Sie alle Leistungen mit Namen und Beschreibung eintragen. Das ist mehr als eine Informationsseite: Google nutzt diese Daten für die Zuordnung zu Suchanfragen. Ein Elektriker, der „Photovoltaik-Montage“ als Dienstleistung einträgt, wird bei entsprechenden lokalen Suchen bevorzugt ausgespielt.
Tragen Sie alle Ihre Kernleistungen ein, mit kurzem erklärenden Text. Nutzen Sie Keywords, die Ihre Kunden wahrscheinlich verwenden, nicht Ihr internes Fachjargon.
Schritt 4: Fotos regelmäßig hochladen
Profile mit aktuellen Fotos werden häufiger geklickt. Google unterscheidet zwischen Inhaberfotos (von Ihnen hochgeladen) und Kundenfotos. Beide sind sinnvoll, aber Inhaberfotos kontrollieren Sie.
Laden Sie mindestens einmal pro Monat neue Fotos hoch: abgeschlossene Projekte, Ihr Team, Ihre Räumlichkeiten, Ihr Fahrzeugpark. Profilbild und Cover-Foto sollten professionell sein und zu Ihrer Marke passen. Ein veraltetes Foto von 2015 wirkt weniger vertrauenswürdig als ein aktuelles.
Schritt 5: Beiträge nutzen
Google Posts sind eine unterschätzte Funktion: kurze Beiträge direkt im Business-Profil, ähnlich wie Social-Media-Posts, die bei Ihrer Profilanzeige sichtbar sind. Sie bleiben sieben Tage aktiv und sollten regelmäßig erneuert werden.
Sinnvolle Inhalte für Posts: Aktuelle Angebote oder Aktionen, neue Leistungen, abgeschlossene Projekte mit Foto, Tipps und Hinweise für Ihre Zielgruppe, saisonale Informationen („Jetzt Heizung winterfest machen“). Posts erfordern nur wenige Minuten und erhöhen die Sichtbarkeit und Klickbereitschaft.
Schritt 6: Bewertungen aktiv managen
Die Gesamtzahl und der Durchschnittswert Ihrer Google-Bewertungen sind direkte Rankingfaktoren im lokalen Pack. Drei Maßnahmen sind entscheidend:
- Aktiv um Bewertungen bitten: Jedem zufriedenen Kunden nach Projektabschluss einen direkten Bewertungslink schicken. Die Hemmschwelle sinkt enorm, wenn der Link direkt zum Bewertungsformular führt.
- Auf alle Bewertungen antworten: Positive Bewertungen kurz und ehrlich bestätigen. Negative Bewertungen sachlich, ohne Vorwürfe, mit Lösungsangebot beantworten. Antworten sind öffentlich und werden von potenziellen Kunden gelesen.
- Aktualität der Bewertungen: Neuere Bewertungen gehen stärker in das Ranking ein als alte. Ein Profil mit zwanzig Bewertungen aus diesem Jahr rankt besser als eines mit fünfzig Bewertungen aus 2019.
Schritt 7: Fragen und Antworten pflegen
Der Q&A-Bereich im Google-Profil wird häufig übersehen. Hier können sowohl Nutzer als auch Sie selbst Fragen einstellen und beantworten. Tragen Sie proaktiv die häufigsten Kundenfragen ein und beantworten Sie sie, bevor Nutzer sie stellen:
- Wie lange dauert ein typisches Projekt?
- Haben Sie Festpreise?
- Arbeiten Sie auch in [Nachbarstadt]?
- Was kostet eine erste Beratung?
Diese Antworten erscheinen im Profil und sparen sowohl Ihnen als auch dem Kunden Zeit.
Wie schnell sehen Sie Ergebnisse?
Erste Verbesserungen im lokalen Ranking zeigen sich oft nach zwei bis vier Wochen, wenn alle Informationen korrekt sind, neue Fotos hochgeladen und Posts aktiviert wurden. Regelmäßige neue Bewertungen verstärken den Effekt. Google belohnt aktive Profile.
Das Google-Profil allein reicht für Seite 1 selten aus. Es wirkt am stärksten in Kombination mit einer gut optimierten Website. Wie beides zusammenspielt: Lokales SEO: Wie Unternehmen in der Region Gießen gefunden werden
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