Wer seine Homepage erstellen lassen will, blickt auf einen unübersichtlichen Markt: Agenturen mit Festpreisen, Freelancer mit Stundensätzen, Baukasten-Dienste im Abo und der Bekannte, der das nebenbei machen würde. Alle versprechen Ähnliches, die Preise liegen um den Faktor zehn auseinander. Dieser Beitrag ordnet die Optionen: welche Anbieter-Typen es gibt und für wen sie passen, was eine professionelle Homepage realistisch kostet, wie der Ablauf aussieht und mit welchen Fragen Sie vor dem Auftrag gute Anbieter von schlechten unterscheiden.
Die vier Wege zur neuen Homepage im ehrlichen Vergleich
1. Die Webagentur
Alles aus einer Hand: Beratung, Design, Texte, Technik, danach Wartung. Das passt, wenn die Homepage Kunden bringen soll und Sie Ihre Zeit im Betrieb brauchen statt am Bildschirm. Achten Sie auf Festpreise, echte Referenzen und darauf, dass Texte und Suchmaschinen-Grundlagen im Preis enthalten sind, denn genau dort trennt sich Qualität von Dekoration.
2. Der Freelancer
Oft günstiger als eine Agentur und bei guten Leuten fachlich gleichwertig. Die Risiken liegen eher in der Verfügbarkeit bei Krankheit und Urlaub, in der Erreichbarkeit in zwei Jahren und darin, dass eine Person selten alle Gewerke abdeckt. Design, Text und Technik sind verschiedene Berufe. Wer einen verlässlichen Freelancer mit Referenzen findet, fährt gut, sollte aber die spätere Betreuung vertraglich klären.
3. Baukasten-Dienste im Abo
Solche Anbieter richten eine Vorlagen-Homepage gegen Monatsgebühr ein. Das ist wegen der niedrigen Einstiegskosten verlockend, hat aber zwei Haken: Über die Jahre summiert sich das Abo auf mehr als ein Kaufpreis, und die Homepage gehört Ihnen nicht. Wer kündigt, steht ohne alles da. Für den schnellen Start akzeptabel, als Dauerlösung teuer erkauft.
4. Selbermachen oder der Bekannte
Für Vereine im Ehrenamt oder als Übergang ist das legitim. Für einen Betrieb, der über die Homepage Aufträge gewinnen will, ist es meist die teuerste Lösung. Sie steht nur nicht als Rechnung im Postfach, sondern kostet Wochenenden, Nerven und die Anfragen, die eine bessere Seite gebracht hätte. Kritisch wird es beim Ausstieg des Bekannten: Zugangsdaten, Wartung und Weiterentwicklung hängen dann in der Luft.
Was kostet es, eine Homepage erstellen zu lassen?
Als grobe Orientierung für kleine und mittlere Betriebe:
- Einfache Präsenz (eine Seite mit Leistungen, Kontakt, Anfahrt): etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Bei uns kostet die Landing Page 2.500 Euro als Festpreis, inklusive Texten.
- Vollständige Unternehmens-Homepage (fünf bis fünfzehn Seiten, Texte, SEO-Grundlage): etwa 2.500 bis 6.000 Euro. Unser Festpreis für die Business-Website: 3.500 Euro.
- Größere Projekte mit Shop, Buchung oder Sonderfunktionen: ab etwa 5.000 Euro aufwärts.
Dazu kommen laufend Domain und Hosting (wenige Euro im Monat) und auf Wunsch Pflege. Genau hinsehen lohnt in beide Richtungen: Deutlich billigere Angebote sparen fast immer an Texten und Auffindbarkeit, deutlich teurere rechtfertigen sich bei kleinen Betrieben selten. Alle Details stehen auf unserer Preisseite, die ausführliche Kostenaufstellung finden Sie im Beitrag Was kostet eine professionelle Website.
Der Ablauf: In 5 Schritten zur fertigen Homepage
- Gespräch und Ziel: Was soll die Homepage auslösen, wer soll sie finden, was unterscheidet den Betrieb? Ein guter Anbieter fragt zuerst nach Kunden, nicht nach Lieblingsfarben.
- Struktur und Texte: Welche Seiten, welche Inhalte, welche Suchbegriffe. Die Texte entstehen vor dem Design, nicht als Lückenfüller danach.
- Design und Umsetzung: Gestaltung, die zum Betrieb passt, technisch sauber und auf dem Handy zuerst gedacht. Woran man gute Benutzerführung erkennt, steht im Beitrag über UI und UX Design.
- Feedback und Feinschliff: Sie sehen die Seite, wir ändern, bis es passt. Seriöse Anbieter planen diese Runde fest ein statt sie zu berechnen.
- Livegang mit Anmeldung bei Google: Sitemap einreichen, Unternehmensprofil verknüpfen, Erreichbarkeit prüfen. Eine Homepage, die niemand findet, ist keine, deshalb gehört dieser Schritt zum Projekt, nicht zur Kür.
Realistischer Zeitrahmen für eine Unternehmens-Homepage: drei bis sechs Wochen. Die häufigste Verzögerung entsteht meist im Betrieb selbst, etwa bei Fotos und Freigaben. Den ausführlichen Fahrplan gibt es im kompletten Leitfaden zum Website erstellen lassen.
Diese 7 Fragen stellen Sie jedem Anbieter vor dem Auftrag
- Gehört mir die Homepage am Ende komplett? Domain auf Ihren Namen, Zugänge in Ihrer Hand, keine Vorlage, die dem Anbieter gehört. Bei Nein: Finger weg.
- Sind die Texte im Preis enthalten? Der häufigste versteckte Aufwand. Wer texten soll, sollte es auch können und einpreisen.
- Was ist mit der Auffindbarkeit bei Google? Saubere Technik, Seitentitel, Anmeldung bei Google gehören zur Grundausstattung. Wer SEO nur als teures Extra kennt, liefert Dekoration.
- Zeigen Sie mir drei vergleichbare Projekte? Echte Referenzen aus Ihrer Größenordnung sagen mehr als jedes Versprechen. Unsere stehen im Portfolio.
- Was kostet eine Änderung nach dem Livegang? Die Antwort verrät das Geschäftsmodell: fairer Pflegetarif oder Kasse bei jedem Komma.
- Wer ist mein Ansprechpartner und wie schnell antworten Sie? Bei Agenturen mit Projektmanager-Ketten geht genau hier die Zeit verloren.
- Festpreis oder Stundensatz? Beides kann seriös sein, aber nur der Festpreis macht die Entscheidung kalkulierbar. Offene Stundenschätzungen wachsen erfahrungsgemäß.
Homepage, Website, Webseite: was denn nun?
Im Alltag werden die Begriffe gemischt, und das ist in Ordnung. Genau genommen ist die Homepage die Startseite, die Website der gesamte Auftritt und eine Webseite eine einzelne Seite davon. Für Ihr Projekt spielt das keine Rolle, für die Suche schon: Wer Anbieter vergleicht, sollte mit allen drei Begriffen suchen. Die Ergebnisse können sich deutlich unterscheiden.
Häufige Fragen zum Homepage erstellen lassen
Wie lange dauert es, eine Homepage erstellen zu lassen?
Für eine typische Unternehmens-Homepage drei bis sechs Wochen vom Erstgespräch bis zum Livegang. Schneller geht es, wenn Fotos, Logo und Inhalte früh bereitstehen.
Was brauche ich, bevor ich einen Anbieter beauftrage?
Weniger als gedacht: eine Liste Ihrer Leistungen, ein paar Sätze zu Ihren Wunschkunden und idealerweise echte Fotos. Alles Weitere wie Struktur, Texte und Technik ist Aufgabe des Anbieters, dafür bezahlen Sie ihn.
Kann ich meine Homepage später selbst pflegen?
Bei einem sauber aufgesetzten System ja: Texte ändern, Bilder tauschen und Beiträge veröffentlichen ist erlernbar wie eine Textverarbeitung. Für technische Wartung und größere Änderungen lohnt ein Pflegevertrag oder ein Anbieter, der auf Zuruf erreichbar ist.
Lohnt sich eine professionelle Homepage für einen kleinen Betrieb überhaupt?
Rechnen Sie es an Ihrem eigenen Auftragswert durch: Wie viele zusätzliche Aufträge im Jahr muss die Seite bringen, um sich zu bezahlen? Bei den meisten Betrieben liegt die Antwort zwischen einem und drei. Eine Homepage, die gefunden wird und Vertrauen aufbaut, schafft das, eine Visitenkarte im Netz nicht. Genau für diesen Unterschied gibt es Profis.